Erster Schritt in die Pflegekarriere
Würzburg I 09.09.2025

Claudia Hain ist eine erfahrene Pflegepädagogin. Sie begleitet nunmehr ihren sechsten Pflegefachhilfe-Kurs ein Jahr lang durch Theorie- und Praxisphasen. Ein wenig aufgeregt ist sie dennoch, denn „… jede Klasse ist anders und setzt sich aus ganz unterschiedlichen Personen zusammen.“ Eine Konstante ist die breite Alters- und Nationalitätenspanne. „Sechs der Azubis sind noch nicht volljährig, die älteste ist 45 Jahre alt. Die zahlreichen Herkunftsländer reichen von Ruanda über Saudi-Arabien bis zu den USA“, erzählt Hain. „Eine Person hat bereits eine abgeschlossene Berufsausbildung, mehrere sind schon Eltern. Sie gehören zu den Spät-Berufseinsteigern, denen die einjährige Ausbildung einen guten Einstieg in die Pflegekarriere bietet.“
Doch bevor der Pflegenachwuchs das Diplom als staatlich geprüfte/r Pflegefachhelfer/-in in der Hand halten darf, liegen 700 Stunden Theorie und rund 850 Stunden Praxis vor ihm. Um vor allem denjenigen, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, die Ausbildung zu erleichtern, bietet das Team um Donnert-Brehm seit einigen Jahren „Deutsch für die Pflege“ als freiwilligen Zusatzunterricht an. Die Pflegeschule in Trägerschaft der Schwesternschaft München vom BRK e.V. hat damit hervorragende Erfahrungen gemacht, denn in der Regel bestehen alle die zweiteilige Prüfung am Ende des Ausbildungsjahres. „Wir unterstützen unsere Auszubildenden in ihrem individuellen Lernprozess überaus erfolgreich in Form von Lerncoaching. Ein gutes Drittel schließt danach sogar die dreijährige Ausbildung unter dem gleichen Dach, in unserer Berufsfachschule für Pflege, an“, berichtet die Schulleiterin stolz. Neben dem fachpraktischen Unterricht und Deutsch steht in der Würzburger Kapuzinerstraße zudem „Gesunder Ausgleich“ auf dem Lehrplan. „Mit diesen Unterrichtseinheiten vermitteln wir unserem Pflegenachwuchs, wie sich Bewegung positiv auf den Körper auswirkt und dabei unterstützt, Stress und Belastung abzubauen“, erklärt Hain. „Pflege ist ein unglaublich erfüllender Beruf, der aber körperlich und seelisch fordernd sein kann. Ein Ausgleich ist wichtig, um fit und gesund zu bleiben,“ ist die Kursleitung überzeugt.
Zunächst steht ein mehrwöchiger Einführungsblock auf dem Programm, um die sechs Männer und 16 Frauen bestmöglich auf die praktischen Einsätze bei den verschiedenen Kooperationspartnern vorzubereiten. Hain freut sich auf die gemeinsame Zeit und ist zuversichtlich, dass die Klassengemeinschaft an den kommenden Herausforderungen wachsen wird.
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